Athleten nutzen Heimvorteil

Tell-Schützen sind Gastgeber der Hessischen Meisterschaft im Bogenschießen

Offenbach Post 27. Juni 2019 VON BURGHARD WITTEKOPF

Dietzenbach – Wie im vergangenen Jahr waren die Mitglieder der SG Tell Gastgeber der „Hessischen Landesmeisterschaft im Bogenschießen im Freien“. Die rund 400 Teilnehmer kämpften an zwei Tagen im Waldstadion in 28 Disziplinen um Medaillen.

Marco Meese

Lang-, Recurve-, Compound- und Blankbogen sind die unterschiedlichen Sportgeräte, mit denen geschossen wurde. Die Bögen unterscheiden sich in vielen technischen Details, wobei nur der Recurvebogen bei den Olympischen Spielen zugelassen ist. Der Langbogen ist einfach aufgebaut und erinnert an jenen von Robin Hood oder von Katniss Everdeen aus „Die Tribute von Panem“. Andere Bögen, wie die Recurve-Variante, haben viele technische Finessen wie Zielhilfe, Quer- und Längsstabilisator. Die Compoundbögen sehen am futuristischsten aus, denn sie haben zusätzlich zu den genannten Hilfen noch Rollen an den Bogenenden. Der Compoundbogen überträgt viel Kraft auf den Pfeil und man kann damit auch besser zielen, dafür sind die Zielscheiben auch viel kleiner als bei den anderen Bogenarten. Obwohl die Scheiben klein sind, treffen viele acht, neun oder zehn Ringe. Ein Fehlschuss kann schon das Aus bedeuten, deshalb ist die Leistungsdichte enger und der Leistungsdruck noch höher als bei den anderen Disziplinen.

„Sportlich ist das Turnier für die Tell-Schützen erneut ein voller Erfolg“, meinte denn auch Joachim Neumann, Pressewart der SG Tell. Dass der Verein seit vielen Jahren eine ausgezeichnete Jugendarbeit in den Disziplinen Bogen, Luftpistole und Luftgewehr auf hohem Niveau leistet, ist bekannt. Die Ergebnisse und die kontinuierliche Teilnahme bei Bezirks-, Landes- und Deutschen Meisterschaften seit vielen Jahren sprechen eine deutliche Sprache. Die Ergebnisse, die die Jugendlichen und Erwachsenen der SG Tell erreichen konnten, sind herausragend.

„Hessische Meister Schüler B“ dürfen sich ab sofort Finn Hendryk Ottsen, Sarah Wagner und Benno Böhm nennen. Die drei Schützen meisterten die Anforderungen am besten und gewannen als Mannschaft mit 1574 Ringen souverän die Trophäe. Dass die Jugend der Tell-Schützen in Hessen weiterhin ein gewaltiges Wörtchen mitredet, untermauert auch der Mannschaftssieg von Hannah Keßler, Cedric Fred Meyer und Marco Meese. Die drei traten in der Klasse „Recurvebogen im Freien, Jugend“ an und ließen der Konkurrenz keine Chance.

Einen guten Tag erwischte Finn Hendryk Ottsen. Er trat in der Disziplin „Recurvebogen im Freien, Schüler B“ an, erzielte die meisten Ringe und darf sich amtierender Hessischer Meister nennen.

Doch auch die Erfolge der Erwachsenen sind bemerkenswert. So durfte sich Manuela Bräuer, die in der Kategorie „Recurvebogen im Freien, Master weiblich“, mit 516 erzielten Ringen die Bronze-Medaille umhängen.

Trotz des starken Regens gegen Ende des ersten Turniertags haben es die 30 Helfer der SG Tell wieder geschafft, ein großes Turnier zu organisieren. „Wir haben da schon einige Erfahrungen sammeln können“, sagte Oliver Weck, Vorsitzender des Vereins. „2011 haben wir die Deutsche Meisterschaft in der Halle ausgerichtet.“

Beste Noten attestierte Oberkampfrichterin Christel Dohm-Schwarze: „Die Dietzenbacher machen das ganz hervorragend.“ Die Aufstellung der Scheiben, die Bereitstellung der Zelte, die Versorgung der Teilnehmer, das alles ist nach ihrer Meinung einfach unglaublich perfekt organisiert und durchgeführt.

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